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Auswärtige Häuslebauer willkommen?

Enge-Sande, den 22.03.2021

Ob die Gemeinde noch genügend Grundstücke für neue Wohnhäuser hat, war Thema in der Gemeindevertretung.

 

Regelt der Markt alles? Nicht vollständig. So darf Enge-Sande laut Landesplanung bis 2030 nur noch 25 Wohneinheiten bauen. Der neue Landesentwicklungsplan, der dem Flächenfraß entgegenwirken soll, erlaubt den Gemeinden im Land, je nach Region, immerhin zehn oder 15 Prozent ihres Wohnungsbestandes auszubauen.

 

Für Enge-Sande wird es also knapp. Dies betrifft möglicherweise auch eine nachhaltig orientierte Hofgemeinschaft, die sich in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung vorstellte. Bauplaner Frank Matthiessen (Ingenieurbüro Ivers Husum) wird nun erst einmal prüfen, ob die geplante Innenbebauung unter die Beschränkung fällt.

 

Bauplätze nur für Einheimische?

Thema war auch der Verkauf von Grundstücken. Aktuell können sechs Grundstücke angeboten werden. Diese gehen vermutlich weg „wie warme Semmeln“. Sollen diese Grundstücke Einheimischen vorbehalten sein?

Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen gab zu bedenken, dass es danach erst einmal eine Angebots-Pause von bis zu drei Jahren geben werde.

 

Grundsätzlich habe er nichts gegen auswärtige Käufer. Die Enger-Sander Gemeindevertreter ganz offensichtlich auch nicht. „Weg damit“, hieß es ganz pragmatisch.

 

Großen Raum nahm die Vorstellung der zentralen Wärmeversorgung der Gemeinde- und Sportanlagen. Mit einer Pellet-Heizung für rund 300.000 Euro ließe sich eine Einsparung von 80 Prozent des heutigen Verbrauchs erreichen. „Diese Maßnahme sorgt für eine viel bessere CO2-Bilanz“, so der Bürgermeister. „Wollen wir weiter diesen Weg gehen?“ Die Gemeindevertreter stimmten zu.

 

Kartbahn gestorben

Bauplaner Matthiessen hatte Gremium und Bürger auch über den Stand bei verschiedenen Bauvorhaben informiert. Dabei ging es unter anderem um die Erweiterung beziehungsweise den Neubau der Kindertagesstätte auf dem Schulgelände.

 

Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen votierte in der Folge dafür, die erste Änderung eines Bebauungsplan aufheben zu lassen. So sei es ganz offensichtlich, das aus einer geplanten Kartbahn nichts mehr wird. Der Investor habe nichts mehr von sich hören lassen. „Damit es uns nicht auf die Füße fällt“ wurde die Aufhebung einstimmig beschlossen.

 

Aus NFT vom 18.03.2021